Ködertest - Serie 5

27.05.2020, mein Freund Kalle hatte Bock auf ein Angelabenteuer und fragte mich vorsichtig, ob er denn auch seinen Fisch in der Pfanne wiedersehen dürfe. Er weiß natürlich, dass ich Fische mit großem Respekt behandle. Bei meiner Beziehung zum Angeln und zu Fischen kann er tatsächlich eine gewisse Liebe feststellen. Die Brandenburger Fischereiordnung, die das sofortige, schonende Zurücksetzen von Fischen nach dem Fang nicht verbietet, erlaubt mir natürlich, eine besondere Beziehung zu den Schuppenträgern aufzubauen.

In manchen anderen Bundesländern muss jeder massige Fang außerhalb der Schonzeit dem Gewässer entnommen, also getötet werden. Da ist es dann egal, was mit dieser Kreatur passiert.

Manchmal ist von „sinnvolle Verwertung“ die Rede, wenn überhaupt gefordert. Schwammiger geht`s nicht.

Übrigens soll jetzt die Berliner Landesfischereiordnung überarbeitet werden und, jetzt kommt`s,

„das Zurücksetzen eines Fisches,…… nach dem Fang ohne einen vernünftigen Grund ist verboten.“

So ist der Senatsplan, und das klingt wie oben beschrieben und ich habe ein ungutes Gefühl.

Nun zu Kalle:

Kalle ist ein Gelegenheitsangler mit einiger Erfahrung. Viel Zeit hatten wir nicht und Kalle hat erst einmal seine Allround-Telerute mit geflochtener 4-Fachen und einer Baitrunner ausgepackt.

Sein fragender Blick verriet mir etwas Unsicherheit, aber ich habe ihn beruhigt: Geht so Kalle, sage ich, angeln ist viel Kopfsache, und dem Fisch ist egal, was nach dem Köder kommt.

Kalle war zufrieden und los ging`s. Wir hatten wunderbare Stunden in menschenstiller Natur.

Der Fisch für die Pfanne ließ auf sich warten. Kalle setzte seine „Standardbleche“ ein und, hatte keine Kontakte.

Ich zeigte ihm einen Meerespopper (Oberfächenköder), der für seine Telerute etwas überdimensioniert war. Kalle, sagte ich, wirf geschmeidig und der Köder gehorcht Dir brav.

Gesagt, gemacht und dann hat es gerappelt in der Kiste. Ein guter Hecht war eindeutig überzeugt und Kalle konnte seine Pfannenträumen erfolgreich beenden.

Auf der Rücktour zum Bootsanleger gab`s dann in ca. 20 Meter Wurfentfernung, gleich nach dem Auftreffen des Poppers, einen sehr kräftigen Schwall. Den Drill seht ihr ja im Video (s. a. Foto).

Anschließend setzten wir den Fisch mit „vernünftigen Grund“ wieder in sein Element.

Kalles Träume von einem Angelabenteuer erfüllten sich und in der Anglerwelt gibt`s wieder einen glücklichen Angler mehr.

Soweit, euer Wolle von der AngelAgenturLanderer (AAL)




























Und weiter geht`s! Der Meerespopper läßt so zu sagen nicht locker und überlistet einen 90-er Esox an der Oberfläche. Kalle drillt wie ein Weltmeister, naja fast.

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