Ködertest - Serie 4

25. Mai 2020

Wir sind wieder auf unserem kleinen See, um Köder zu testen und einen Angler etwas glücklicher zu machen: Abschalten vom täglichen Stress, Adrenalin aus gutem Grund zu produzieren, nämlich wenn die Angelrute krumm ist und der Fisch sich kräftig wehrt.

Ich gebe zu, der Beitrag (Fotos) ist nicht spektakulär, jedoch gibt`s Interessantes zu bemerken:

Schaut genau hin, und ihr werdet sehen, dass wieder „unsere Pekingente“ den ersten Fisch fing.

Na gut, auch zuerst eingesetzt, muss ich zugeben. Aber, meinem Freund Eberhard habe ich dann einen kräftigen schwarzen Löffel empfohlen mit etwas Golddekor im Mittenbereich und eigentlich zu schwer für 1m Angeltiefe. Egal sagte ich ihm, dreh` etwas schneller an der Kurbel und nimm` die Angelrute auf ca. 12 Uhr.

Nach dem 3. Wurf hat`s so zu sagen gescheppert, der Biss kam vehement und hat ihm fast die Rute aus der Hand gerissen.

Den Spinner, wie auch eine Reihe von ähnlichen Konstruktionen, haben wir von der Firma Ma- So-Ca bezogen und noch etwas im Detail verändert, und das bringt tatsächlich Fangvorteile.

Schließlich setzte er seinen geliebten Mepps 4 im Weidenblattformat ein und ein Rapfen von gut 2 kg konnte dem nicht widerstehen.

Ich selbst habe `mal etwas pausiert, die Natur beobachtet, Notizen aufgeschrieben und dann doch noch einen meiner Lieblingsköder auf Meister/-in Esox eingesetzt: Den „Schuhlöffel“ von Profiblinker, und zwar den Löffel für die Kinderschuhgröße. Das Ergebnis seht ihr prompt, leider nur die hohe Kante vom Löffel. Aber einen Tipp: Meine Erfahrung ist, dass der Löffel mit einem Einzelhaken der Größe ca. 8/0 besser im Maul verhakt und auch leichter gelöst werden kann.

In diesem Fall angelte ich noch mit dem Original.

Ihr werdet fragen, warum sitzt der Haken besser im Fischmaul?

Antwort: 1. Ein Drilling hakt sich häufig auch an der Maulseite, also im Außenbereich und oft hängt nur eine Flunke (Hakenschenkel). Schwieriger wird`s noch, wenn man mehrere Drillinge verwendet.

Der Drill erfährt einen Scherbrett-Effekt und läuft seitlich weg. Fische gehen dabei durchaus verloren oder verletzen sich (z.B. Auge).

2. Greift der Drilling im Fischmaul, wird er häufig tief „geschnappt“ oder eingesaugt, eine Verletzung ist unausweichlich und ggf. kann er nicht erfolgreich zurückgesetzt werden.

Diese Gefahr ist natürlich bei der Verwendung von Mehrfachdrillingen deutlich größer.

Hinzu kommt, dass die Drillinge im Vergleich zu meinen verwendeten Einzelhaken kleiner sind, nicht so exakt greifen und sich gegenseitig in ihrer Hakfunktion stören können,

will damit sagen, sie hebeln sich gegenseitig aus.

3. Selbst bei kleineren Ködern für Barsch, Rapfen, Döbel, Forellen usw. treffen diese Feststellungen häufig zu.

4. Große Gummifische, größer 15 cm oder Jerks in dieser Größenordnung oder darüber fische ich jedoch mit entsprechenden Stingern/Drillingen.

Tja, liebe Freunde der krummen Ruten, habe wieder für euch ein paar Erfahrungen aufgeschrieben.

Bis zum nächsten Beitrag, euer Wolle von der AngelAgentur Landerer.

Sorry Leute für die schlechte Bildqualität, aber der Biss kam im strömenden Regen und „mein Kameramann“ hatte dann noch diesen „Haltungsfehler“. Ich meine, viel besser ist eine schlechte Originalaufnahme als denselben Fisch mehrfach haken, um die beste Videoeinstellung zu haben.

Nebenbemerkung: Gestellte Videos/Bilder werdet ihr bei uns nie sehen!

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