Blickpunkt 10/12 - Live aus Norwegen mit der AngelAgenturLanderer

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Veiholmen. Wir sind am 8.10. gestartet und reisten über Dänemark, Frederikshafen nach Norwegen, Oslo und weiter über die E3 auf die Insel Smöla nach Veiholmen. Gegen 18.00 Uhr trafen wir nach herbstlicher und winterlicher Fahrt wohlbehalten am Zielpunkt ein. Der Nordatlantik empfing uns nicht gerade sanft. Eine steife Briese mit unangenehmen Böen bis Windstärke 8 und Temperaturen um gemessene 10 Grad waren keine gute Aussicht auf den folgenden Tag. Ich machte meinen Anglern Mut, denn ich kannte die konkrete Wettervorhersage für das kleine Fischerdörfchen Veiholmen. Auspacken, Abendbrot vorbereiten, ein Bierchen nach zehn Stunden Autofahrt, die ersten ungeduldigen Fragen zu den Angelmontagen, Besichtigung der Boote, Filetierraum, Cooler und immer wieder der fragende Blick: Was wird morgen? Nach dem Essen kam ich zur frohen Botschaft: Morgen und tags darauf werden wir ab dem späten Vormittag versuchen, kapitale Seelachse zu fangen. Weiter wagte ich wetterprognostisch keine Aussagen. Ich war recht zuversichtlich, dass mein Vorhaben gelingt: Ich angelte bereits 15 Tage zuvor Ende September vor Ort und wusste, dass riesige Atlantikschwärme an Hering die Küstenbereiche tangierten. Heringe ist die Lieblingsspeise aller Meeresräuber. Dementsprechend war mein Optimismus gut begründet. Und es dauerte nur 15 Minuten, da hatte unser Norwegeneleve Günther schon den ersten fast kapitalen Seelachs (Köhler) im Boot. Der Drill war atemberaubend und eine prägende Norwegenerfahrung. Wir fischten über 150 Meter tiefem Wasser in einer Angeltiefe von 50 bis 100 Meter: 300-Gramm-Ruten, stabile Stationärrollen, Schnurtragkräfte um die 20 Kilogramm, sehr stabile monofile Hochleistungsschnüre, einen Beifänger mit Pilkern zwischen 300 bis 500 Gramm. Man darf nicht unterschätzen, dass (lediglich )Driften zwischen 0.6 – 1.00 kn „leichtes“ Pilken ermöglichten. Wir angelten generell mit Einzelhaken der Größen 4/0 - 8/0 an den Gewichte.

Der Dorsch macht augenblicklich einen großen Bogen um die Insel. Das war mit kapitalen Exemplaren im Juni und August ganz anders. Begründungen dafür gibt es viele, jedoch soll das hier nicht unser Thema sein. Der zweite Angeltag führte uns zuerst zu Rotbarschen, die nicht so ríchtig wollten. Wir fingen drei gute Stachelritter um die 1,5 Kilogramm, aber die Seelachse gingen uns nicht aus dem Sinn. Nach mehrstündigem Suchen hatten wir die „Torpedos“ wieder gefunden und sie waren durchweg ein bis zwei Kilogramm schwerer. Das Durchschnittsgewicht lag bei vier Kilogramm und Exemplare bis knapp neun Kilogramm waren keine Einzelstücke. Die weiteren vier Tage wehte der Wind heftig und gestattete uns nur den Küstenbereich mit halbstarken Seelachsen (sehr lecker), guten Makrelen und die Naturködermontagen brachten auch Leng und Lumb an die Oberfläche. Wir hatten sechs von sechs Angeltagen und es stand wieder fest: Ohne Ortskenntnisse in diesem Unterwasserlabyrinth, ohne GPS- und Soundertechnik und ohne Wissen besonders der Windeinflüsse ist erfolgreiches Atlantikangeln reiner Zufall, heißt das „Backen kleiner Brötchen „ und das Ganze ist auch nicht ungefährlich. Also, besser ist immer, sich einem Angel-Guide anzuschließen. Schaut Euch einige wenige Erlebnisbilder an. Mehr erfahrt ihr recht bald auf unserer Homepage www.angelagentur.de.

Petri Heil!, die Guides Wolfram und Heiko von der AngelAgentur Fürstenwalde

 

Karl-Heinz und Frank sind erfahrene Petrijünger vor Smöla. 10.10.12, 14.28 Uhr zeigen sie stolz ihre schwergewichtigen

Seelachse (fast acht Kilogramm) und seltsamer Weise hatten sich noch zwei kräftige Rotbarsche dazugesellt.

 

Eine morgendliche Überraschung für den Guide.





Kapitale Makrele, die mit zwei Schnitten filetiert und naturell frisch auf der Haut gebraten wird, etwas Zitronenpfeffer dazu und aus Schlagsahne oder Magermilchjoghurt mit Senf, Tomatenketchup (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt) leckeres Dressing zaubern. Jeden Tag stand irgendeine Zubereitung von Fisch auf dem Tisch. Besser geht’s nimmer!

 



Unsere Hinfahrt am 9.10.12, der Autor holt sich einfach keine kalten Füße.

 



Da hat Günter wirklich gut Lachen mit seinem ersten Seelachs nahe 7 Kilogramm, am 10.10.12, 11.58 Uhr.